Die Arbeitsgemeinschaft
 Was wir wollen – Wer wir sind

Über die Arbeitsgemeinschaft

Die Spuren, die die römische Epoche hinterliess, waren bleibend und sind somit allgegenwärtig. In unserer Gegend kann die Erforschung des römischen Erbes zum einen auf eine lange und intensive Tradition zurückblicken, zum anderen ist sie im stetigen Wandel begriffen. Aktuell sind die Forschungen in der provinzialrömischen Archäologie methodisch facettenreich, interdisziplinär und zeugen von einer grossen Diversität.

Viele Wege führen nach Rom!

Vor diesem Hintergrund möchte sich die AG Römerzeit an der Schnittstelle zwischen Bodendenkmalpflege, universitärer Forschung und Vermittlung positionieren und versteht sich als Austausch- und Diskussionsplattform für ebendiese Institutionen. An unseren Sessions möchten wir Themen behandeln und diskutieren, die für alle Fachinteressierten  relevant und interessant sind. Wir sind für Vorschläge und Ideen offen. Es ist uns ebenfalls ein Anliegen, dass  ForscherInnen von verschiedensten Etappen ihrer Laufbahn an unseren Tagungen teilnehmen.


Die Sprecherinnen und Sprecher


Westdeutschland: Lisa Krieger, LVR-Archäologischer Park Xanten/ RömerMuseum

Süddeutschland: Sarah Roth, Universität Freiburg

Österreich: Lucia Formato, Universität Innsbruck

Schweiz: Annina Wyss, Universität Bern

Wir über uns

Westdeutschland: Lisa Krieger (seit 2019)



Elisabeth Krieger ist derzeit als Fundbearbeiterin im LVR-Archäologischen Park Xanten/ RömerMuseum angestellt. An der Universität zu Köln machte sie ihren Bachelor in Archäologie und Klassische Literaturwissenschaft. Im Master spezialisierte sie sich auf Archäologie der römischen Provinzen. Ihre Doktorarbeit hat sie am Archäologischen Institut der Universität zu Köln zum Thema "Die Wachttürmen und Kleinkastellen am Raetischen Limes" verfasst. Nach Abgabe der Dissertation schloss sich ein wissenschaftliches Volontariat am Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege an. Ihr Forschungsschwerpunkt liegt in der Militärarchäologie.

Süddeutschland: Sarah Roth (seit 2019)


Sarah Roth studierte Anglistik, Latinistik und klassische Archäologie an den Universitäten Heidelberg und Edinburgh, nach dem Staatsexamen 2012 Ur- und Frühgeschichtliche Archäologie und Archäologie des Mittelalters mit Nebenfach Paläoanthropologie an der Universität Tübingen (BA) und Provinzialrömische Archäologie an der Universität Freiburg (MA). In ihrer 2018 abgeschlossenen Masterarbeit beschäftigte sie sich mit Holzbefunden aus dem Kastellvicus von Stuttgart-Bad Cannstatt. Seit 2013 arbeitete sie zunächst für das LAD BW und anschließend für die Universität Freiburg im Rahmen verschiedener Grabungen und Projekte. Zuletzt war sie für die Organisation und Durchführung der Institutslehrgrabung der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie der Universität Freiburg verantwortlich.

Österreich: Lucia Formato (seit 2016)
Lucia Formato arbeitet seit Herbst 2019 am Institut für Kulturgeschichte der Antike an der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in Wien. Hier befasst sie sich in der Arbeitsgemeinschaft "Grenzen und Grenzräume" mit der Erforschung ländlicher Siedlungsstrukturen und mit Gräberfeldern (Potzneusiedl, Projekt norisch-pannonische Tracht) des nordwestpannonischen Raumes im Carnuntiner Hinterland. Ihre Dissertation mit dem Titel "Das römische Gräberfeld von Leithaprodersdorf - Eine Studie zu ländlichen Besiedlungsstrukturen im Hinterland von Carnuntum" hat sie an der Universität Innsbruck, gefördert durch ein Promotionsstipendium der Hans-Böckler-Stiftung, verfasst. Ihren Magisterabschlusss hat sie 2014 an der Ludwig-Maximilians-Universität in München mit einer Arbeit über die nordafrikanische Sigillata und Küchenkeramik aus dem Legionslager bei Albano Laziale (DAI-Projekt, "Von der Kaiservilla zu den Castra") erlangt. Zudem studierte sie in München Vor- und Frühgeschichte sowie spätantike und byzantinische Kunstgeschichte. Neben Ihrem Studium war Lucia Formato bei zahlreichen Ausgrabungen im In- und Ausland sowie als Fachübersetzerin (Italienisch : Deutsch) tätig. Forschungsschwerpunkte: Kleinfundbearbeitung, nordafrikanische Sigillata und Küchenkeramik, ländliche Siedlungsstrukturen Nordwestpannoniens, römische Nekropolen, Akkulturationsprozesse zwischen autochthoner und römischer Kultur.
Schweiz: Annina Wyss (seit 2017)
Annina Wyss Schildknecht hat Archäologie der römischen Provinzen, Archäologie des Mittelmeerraumes und Kunstgeschichte an der Universität Bern studiert und 2010 mit dem Master of Arts abgeschlossen (Schwerpunkt: Archäologie der römischen Provinzen). Anschliessend erarbeitete sie für das Vindonissamuseum in Brugg das wissenschaftliche Konzept einer trinationalen Wanderausstellung zum Thema "Migration und Fremdheit im römischen Reich" und leitete die Realisierung der Ausstellung. Ab 2013 folgte die Projektleitung des SNF-Projektes zur Auswertung der römischen Kleinstadt Turicum/Zürich, was im Oktober 2017 zur Promotion an der Universität Bern führte. Der Titel der Dissertation lautet: "Die römische Kleinstadt Turicum/Zürich Eine Zollstation und Hafenstadt zwischen Alpen und Rheinprovinzen". Zur Zeit arbeitet A. Wyss an einem Auswertungsprojekt für Augusta Raurica, welches die wissenschaftliche Aufarbeitung eines römischen Gewerbehauses (sog. "Schmidmatt") beinhaltet und eine monographische Publikation zum Ziel hat. Forschungsschwerpunkte: Siedlungsarchäologie, römische Haushalte, römisches Gewerbe, Keramik, Umbruchszeit des 3. Jahrhunderts.